Das Leben passiert für dich!

Sansibar

Unter der Sonne Afrikas, im ägyptischen Sharm el Sheik, sitze ich auf meiner Terrasse und schaue auf’s Meer. Bei den ganzen Besoffskis, schlechter Musik, Alkohol im Überfluss, zu viel Fleisch am Buffet und den armen Animateuren, frage ich mich gerade „Saddia, was hast Du dir eigentlich dabei gedacht diesen Urlaub zu buchen?“. Die Wahrheit ist, ich hab’ einfach gar nichts gedacht! Ich wollte einfach Sonne, ausschlafen und Zeit für mich und das habe ich nun (davon):


Das Leben passiert für dich

… man muss nur genau formulieren, was man haben will!

Kennt ihr das: Man hat in Theorie das perfekte Leben? Zeit, Freunde, Familie, Reiserei, ein Dach über’m Kopf, keine Krankheiten, steht mit beiden Beinen im Leben, ist lebensfroh und trotzdem fehlt etwas?


Ich schreibe tatsächlich, seit ich 10 Jahre alt bin regelmäßig Tagebuch.

Mit 13 J. (ich weiß es allerdings nicht mehr sicher) habe ich mit meiner damals besten Freundin ein gemeinsames Tagebuch geführt. Wir haben einfach alles reingeschrieben, was passiert ist, was wir denken, wie wir fühlen, wie wir uns entwickeln etc.

Natürlich, wenn ich es heute lese, finde ich meine/unsere Gedanken etwas befremdlich (wenn auch wirklich sehr süß und amüsant) aber all die Gedanken hatte etwas gemein: Wir hatten Probleme! Vermeintliche Probleme!
Entweder hatten wir uns mit unseren Eltern gestritten oder aber irgendein Typ wollte nichts von uns. So schrieben wir unsere Lebensphilosophien runter, analysierten jedes Detail, schrieben „Projekt“-Pläne, um irgendwas, irgendwann zu ändern!

Geändert hatten wir allerdings nie etwas. Wir schrieben einfach über unsere tollen Erkenntnisse und freuten uns darüber, dass wir so unglaublich „deep“ waren :-). Unsere Tagebücher führten wir tatsächlich bis wir 19 Jahre alt waren, bevor wir anfingen zu studieren und dachten, das „echte, richtige“ Leben finge an.

Die Wahrheit ist allerdings, dass das echte und richtige Leben immer nur im Hier und Jetzt stattfindet.

Meine und auch die gemeinsamen Tagebücher sind voll von Visionen und wie das vermeintlich perfekte Leben an einem Zeitpunkt X aussehen kann. Dabei vergisst man aber ganz häufig den Moment zu leben und der Moment macht das aus, was noch kommt.


Eines dieser vielen Tagebücher hatte ich nun mit in den Urlaub genommen und etwas durchgeblättert. Nach ein paar Texte, frug ich mich ernsthaft, warum ich nicht eigentlich schon tot bin?!
Ich finde es leicht gestört, sich so viel mit sich selber zu beschäftigen und in dieser Depri Blase zu leben und diese fast zu lieben??!!

Ja, denn wenn wir traurig sind, fühlen wir nämlich am Meisten und denken „Jetzt endlich, verstehe ich das Leben“ (gut manchmal denken wir auch „Ohhhh, das Leben ist ja so gemein zu mir..und die anderen auch…und überhaupt alles…selbst die Pizza findet ganz klar mit Absicht ihren Weg zu mir und will mich fett machen…“ :-)) aber warum verstehen wir das Leben immer nur so selten, wenn alles gut ist und wir glücklich sind?!

Bekanntlich versteht man das Leben ja immer nur rückwärts. Alles Gute und alles Schlechte haben ihren Sinn und Zweck erfüllt.

Während mein letztes Jahr etwas bescheiden endete, kam Anfang des Jahres eine kleine Überraschung. Eine wirklich tolle Überraschung! Ich bekam ein interessantes Auslandsangebot. Wenn also alles klappt, verlasse ich Deutschland Ende des Jahres für ein paar Monate. Tatsächlich etwas, was ich schon immer wollte. Das viel Spannendere allerdings ist, dass ich mich Anfang des Jahres ganz bewusst (und noch völlig unabhängig von dem Angebot – das kannte ich nämlich noch gar nicht) für einen Auslandsaufenthalt entschieden hatte…und plötzlich passiert es!

The Power of Decisions

Bevor wir entscheiden, sollten wir logischerweise wissen, wofür wir uns entscheiden (wollen). Dazu gehört natürlich eine gute Portion Achtsamkeit, Selbstreflexion aber auch Vertrauen in unsere Entscheidung.

Vertrauen zu haben, ist m.E. die größte Herausforderung im Leben. Ständig haben wir Angst davor falsche Entscheidungen zu treffen, unser Leben könne nicht so verlaufen wie geplant, „was-wäre-wenn“ und damit katapultieren wir uns meist selber in die Sackgasse, werden bewegungslos und machen einfach gar nichts (oder schreiben unsere Tagebücher voll, dass das Leben ja so unglaublich gemein ist…buuuuhhh).

The real trust is the absence of fear!

Die schönen Theorien zur positiven Affirmationen sind super und funktionieren auch tatsächlich gut aber besser ist es, wenn wir sie nicht mehr brauchen, weil wir es wissen und darauf vertrauen. Damit gibt es auch keine falschen Entscheidungen. Jede Entscheidung ist richtig. Warum? Weil wir diese im „present Moment treffen und im Hier und Jetzt ist alles klar und gut.
Wenn wir uns mit der Essenz des Seins verbinden, dann können wir nämlich das was daraus resultiert auch „sein“ lassen und es passiert einfach.

Außerdem funktioniert das mit den Kristallkugel-Tanten eh’ nicht – Daher bleib besser bei deiner Intuition und check es ab zu mal quer mit deinem Verstand! 🙂

And now: Ich bin überzeugt davon, dass jeder von uns sowieso schon alles das hat, was er/sie braucht – und zwar in Fülle, in absoluter Fülle.
Es ist tatsächlich genug von allem da!! Und sollten wir doch mal unverhofft so entschieden haben, wie wir nicht wollten….dann SO WHAT?!

Love it, leave it or change it!!

saddi

Founder

Onlinemagazine about Microadventures

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