Heute mal – Surfen

Warum hast Du dich entschieden 'Surfen' auszuprobieren?

Nicht nur im Alltag, sondern auch im Urlaub bin ich gern sportlich aktiv. Einfach am Pool oder Strand liegen, zwei Wochen All Inclusive Resort mit Animationsprogramm oder stressige Fulltime-Fotosafaris zu Touristen-Attraktionen sind nichts für mich. Irgendwann war Beachvolleyball und Schwimmen aber einfach nicht mehr genug. Und da ich das Meer liebe, habe ich meinen Freund vor ein paar Jahren das erste Mal zu einem Surfkurs in Portugal überredet. Seitdem sind wir süchtig nach Surfabenteuern und haben mit meerdavon sogar einen eigenen Surf & Travel Blog gestartet.

Was macht 'Surfen' so besonders für dich?

Surfen übt aus verschiedenen Gründen einen besonderen Reiz auf mich aus: Erstens bringen dich nur wenige Sportarten der Natur näher. Als Surfer verbringst du viel Zeit am und im Wasser und lernst, den Ozean zu lesen und seine Bedingungen zu verstehen. Dadurch löse ich mich vom Alltag, fühle mich frei und spüre ein Gefühl der Entschleunigung. Zweitens  konfrontiert dich Surfen mit einer Menge Emotionen. Glücksgefühle beim erfolgreichen Ritt einer Welle. Entspannung, wenn du auf deinem Brett sanft im Meer schaukelst und die satten Blautöne des Wassers dich hypnotisieren. Aber auch Angst,  wenn der Ozean dir zeigt, wer der Boss ist. Jede Emotion lässt dich das Leben spüren und bringt dich näher zu dir selbst! Drittens habe ich durch das Surfen entspannte Menschen aus aller Welt kennengelernt: Gleichgesinnte in Surfcamps als auch extrem nette Locals. Daraus sind teilweise echte Freundschaften entstanden und der Austausch untereinander erweitert den persönlichen Horizont.

Was würdest Du anderen raten, die gerne 'Surfen' ausprobieren wollen aber keine Zeit oder sogar Angst davor haben?

Klar, je mehr Zeit man hat, desto schneller kann man Surfen lernen – aber zum Ausprobieren reicht schon eine Woche. Suche dir eine für Surfanfänger geeignete Destination, für die du nicht lange anreisen musst, wie zum Beispiel einen Beachbreak in Portugal oder Frankreich. Buche dich in einem renommierten Surfcamp oder einer Surfschule ein (Tipps findest du auf Surf Blogs wie meerdavon, in Surfmagazinen wie Prime Surfing oder in Surf Communities, z.B. auf Facebook). Und los geht’s! Ein bisschen Angst ist sogar normal und gesund, denn der Ozean ist für uns Landratten nun mal ungewohntes Terrain. Ein guter Surflehrer wird dich langsam an die Wellen heranführen: Erst gibt’s Trockenübungen an Land, dann erste Gleit- und Stehversuche im Weißwasser (gebrochene Wellen) und später kannst du vielleicht schon versuchen, erste grüne (ungebrochene) Wellen zu erwischen. Sicherlich wirst du ab und an vom Brett fallen und vom Meer in die Mangel genommen. Aber davon geht die Welt nicht unter. Vertraue den Tipps deines Surflehrers, frage ihn oder andere Surfer, wenn du unsicher bist wie du dich verhalten sollst – und schaue einfach mal, ob dir das Wellenreiten schmeckt!

Stellst Du bei dir eine positive Veränderung durch das 'Surfen' fest?

Seit Surfen fester Bestandteil in meinem Leben ist und ich jeden Urlaub darauf ausrichte, habe ich mich durchaus zum Positiven verändert: Ich bin besser drauf, fitter, entspannter und mutiger. Durch Sonne und Meer bekomme ich automatisch gute Laune und Wellenreiten ist ein tolles Workout. An den ersten Tagen ist Muskelkater vorprogrammiert, vor allem vom vielen Paddeln. Doch dein Körper gewöhnt sich schnell dran und du baust Muskeln sowie Kondition auf. Auch der Geist passt sich an: Ich bin zum Beispiel ein sehr verkopfter Mensch, der zu viel nachgrübelt und sich schnell an Dingen festbeißt. Dafür ist Surfen die beste Therapie: Im Wasser kann ich prima alle Alltagssorgen vergessen, da ich mich nur auf die Wellen und den Moment konzentriere. Andere Gedanken haben keinen Platz, ebenso wenig wie übertriebener Ehrgeiz. Denn das Meer lässt sich nicht kontrollieren – die besten Surfer sind diejenigen, die Spaß haben, sich auf den Ozean einlassen, gute Zeiten feiern und schlechte als Erfahrung verbuchen. Hang loose!

Was sind deine persönlichen Highlights beim 'Surfen'?

Highlight Nummer eins: Das Gefühl, eine Welle abzureiten, ist einfach unbeschreiblich! Wenn sich das Anpaddeln lohnt, die Welle dich und dein Surfboard anhebt, du davon gleitest und so lange wie möglich auf ihr surfst, bis sie in sich zusammenbricht. Nach einer erfolgreichen Surfsession laufe ich immer mit einem fetten Grinsen im Gesicht herum und bin wie verzaubert. Die Anzahl gesurfter Wellen ist aber nicht alles. Ein Highlight ist auch, sich als Surfer weiterzuentwickeln – zum Beispiel technisch sicherer zu werden, neue Manöver zu probieren oder sich größeren Wellen zu stellen. Das Beste sind die Highlights, mit denen du nicht rechnest: Wenn eine Schildkröte neben dir im Wasser auftaucht, ein Pelikanschwarm über deinen Kopf hinwegzieht oder die Gicht hinter einer brechenden Welle einen Regenbogen nach sich zieht. Nein, ich halluziniere nicht – das ist Surfen!

Eignet sich 'Surfen' überhaupt als Microadventure?

Klar! Einfach mal eine Woche Zeit nehmen und ausprobieren. Surfschulen und Leihmaterial gibt es fast überall zu moderaten Preisen. Trau dich! Dann wirst du schnell merken, ob Surfen ein einmaliges Abenteuer bleiben soll – oder ob es dich genauso schnell süchtig macht wie mich 😉

 

Heidi
Meerdavon, der Surf & Travel Blog für Mädels und alle, die das Meer lieben (www.meerdavon.com)
saddi

Founder

Onlinemagazine about Microadventures

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