Heute mal – Zelten

Zelten - ein Erfahrungsbericht von Bunterwegs

Warum hast Du dich entschieden Zelten auszuprobieren?

Als Kind hat man das ständig gemacht. Ich liebte es jeden Sommer im Garten mein Zelt aufzustellen und dort auch zu schlafen. Immer dann, wenn es auf einen Campingplatz gehen sollte, freute ich mich total darauf. Um ehrlich zu sein: Mehr als wenn wir irgendwo hin geflogen sind. Warum sollte man im „Erwachsenen-Alter“ nicht mehr gerne zelten?

Was macht Zelten so besonders für dich?

Man wird beim Zelten durch die natürlichen Abläufe beeinflusst (Tag / Nacht). Man nutzt den Tag ganz anders, wenn man schon relativ früh durch den Sonnenaufgang geweckt wird. Es schult deine Wahrnehmung, lässt aber auch deine Phantasie wieder größer werden: „Siehst du auch die langen, dünnen Finger?“ Am Ende sind es doch nur Zweige. Du weißt eben nicht immer, was dich nachts erwartet und oft gleicht keine Nacht der anderen – gerade wenn man beim Wandern häufig sein Zelt an anderen Orten / Plätzen aufschlägt.

Was würdest Du anderen raten, die gerne Zelten wollen aber keine Zeit oder sogar Angst davor haben?

Mein Tipp ist es erstmal bei sich oder bei Freunden im Garten anzufangen. Oder wer einen Campingplatz in der Nähe hat, auch gerne dort. So bekommt man erstmal wieder ein Gefühl für das Zelten ansich. Das benötigt auch nicht viel Zeit und kann locker am Wochenende gemacht werden.
Wer mehr Zeit hat oder sich nach dem Zelten im Garten weiter raus wagen möchte, kann auf Wanderwegen damit anfangen. Z.B. in Norwegen (wo Zelten ja legal ist), oder z.B. in Dänemark – dort gibt es gekennzeichnete Fleckchen und / oder Campingplätze an den Wanderwegen, auf denen man unterwegs sein Zelt aufschlagen kann. Das nimmt zumindest am Anfang die Angst vor dem Erwischt werden.

Stellst Du bei dir eine positive Veränderung durch das Zelten fest?

Man nimmt die Umgebung ganz anders wahr und mit jedem Mal wird man auch ein Stück selbstbewusster, weil man die Nacht wieder allein „draußen“ verbracht hat.

Was sind deine persönlichen Highlights beim Zelten?

Mein Highlight ist, dass man gerade auf Wanderwegen immer neue Bekanntschaften durch das Zelten schließt. Auf Campingplätzen finden sich ja eh immer andere Gäste, aber auch unabhängig davon trifft man unterwegs immer wieder auf andere Wanderer oder Menschen, die eine geeignete Stelle zum Schlafen suchen. Warum also nicht zusammenschließen und so den Abend in netter Runde ausklingen lassen? Zudem fühlt man sich auch etwas sicherer, wenn noch andere neben einem im Zelt liegen. Allerdings solltest du nicht mit jedem dein Zeltplatz teilen. Höre dabei auf den Bauchgefühl und schließe dich eher Pärchen und / oder Frauen an (als Mann ist das natürlich etwas anders)

Eignet sich Zelten überhaupt als Mikroabenteuer?

Zelten eignet sich definitiv als Microadventure – gerade Erwachsene machen es heutzutage doch sehr selten. Gerade wenn dein Umfeld keinen Bezug dazu hat.

 

Jessie Fröde
BUNTERwegs. Der Outdoorblog mit Liebe zum Wandern und zur Street Art (www.bunterwegs.com)
saddi

Founder

Onlinemagazine about Microadventures

3 Comments
  1. Wie schön geschrieben. Da bekomme ich sofort Lust mal wieder draußen zu schlafen. Mein Traum ist es, mal in den Alpen auf einem Berggipfel zu übernachten. Nur mit Schlafsack – ohne Zelt. Wer weiß, vielleicht diesen Sommer…
    LG Steffi

  2. Wildcamping ist eine schlechte Wortwahl und assoziiert eine illegale Handlung.
    Camping bedeutet ein Zelt auf zu stellen, was ich den meisten Länder aber wild, also irgendwo im Wald, etc verboten ist!

    1. Hallo Jonas,
      Vielen Dank für dein Feedback. Ja, könnte man so interpretieren. Du kannst aber auch im eigenen Garten wildcampen und in Jessi’s Artikel geht es tatsächlich darum einfach mal im Freien zu schlafen. VG Saddi

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