Heute mal – Klettern

Klettern

Warum hast Du dich entschieden klettern auszuprobieren?

Ich war mal in der Schule in einer Halle klettern, ich fand es aber echt anstrengend! Richtig angefangen hatte ich in Chile, als Carlos mich mal zum Seilklettern mitgenommen hatte. Hätte er nicht gefragt, hätte ich es bestimmt nicht noch einmal ausprobiert. Und so bin ich drangeblieben, darüber bin ich echt froh.

Was macht Klettern so besonders für dich?

Für mich ist das klettern eine klasse Mischung aus Ganzkörpersport, Kraft, Beweglichkeit und Konzentration. Das macht richtig Spaß! Aber was es für mich richtig besonders macht, ist das permanente Verlassen der Komfortzone. Es gibt oft Situationen, bei denen Nervosität und Angst aufkommen. Sich dann immer wieder zu überwinden und Routen zu schaffen, die vorher unmöglich schienen, ist einfach genial. Beim Klettern siehst du auch, wie wichtig es ist, wirklich 100 Prozent zu geben. Mit Mittelmäßigkeit geht nichts. Und ein letzter Punkt: Man teilt so viel zusammen. Erfolge, Angst, Durchhalten. Klettern ist Teamsache. Das schweißt echt zusammen.

Was würdest Du anderen raten, die gerne klettern ausprobieren wollen aber keine Zeit oder sogar Angst davor haben?

Rausfahren kann tatsächlich zeitintensiv sein. Schaut mal, ob ihr in der Nähe eine Kletter- oder noch besser eine Boulderhalle habt. Bouldern ist wie Klettern aber in Absprunghöhe. Auch da muss man natürlich aufpassen, dass man nicht blöd aufkommt. Aber man braucht weniger Ausrüstung und kann es so mal ganz spielerisch ausprobieren. Wenn nichts in der Nähe ist, könntet ihr auch mal einen Kletterurlaub im Süden buchen. Ist ein echt klasse Erlebnis.

Stellst Du bei dir eine positive Veränderung durch das 'Klettern' fest?

Auf jeden Fall! Das Klettern hat mich auf jeden Fall körperlich geprägt, weil man fürs Klettern einfach andere Muskeln braucht als fürs Laufen. Ich glaube auch, dass jeder Sport und jede Herausforderung mental prägen. Ich habe viel mehr Durchhaltevermögen und Entschlossenheit als früher.

„Nicht versuchen, machen!“

ist ein Leitsatz, der für mich fürs Klettern, aber auch für all unseren anderen Aktivitäten anspricht.

Was sind deine persönlichen Highlights beim Klettern?

Das erste persönliche Highlight ist draußen in einem wunderschönen, abgelegenen Gebiet eine herausfordernde Route zu klettern, die gerade noch in meinem Schwierigkeitsgrad liegt. Da fühle ich mich richtig lebendig, präsent und glücklich. Und das andere Highlight ist dann abends zusammen zu kochen, sich über ein einfaches Nudelmenü zu freuen und in den Schlafsack unterm Sternenhimmel zu kriechen.

Eignet sich Klettern überhaupt als Mikroabenteuer?

Absolut. Jede Route kann schon ein Microadventure sein, weil du bisherige Grenzen durchbrichst, etwas Neues lernst und dich selbst wieder ein Stück besser kennenlernst. Wenn dann noch weitere Einflüsse dazu kommen, wie zum Beispiel bei uns vor kurzem, das Klettern in einer Schlucht auf 3600 Metern, oder 9 Stunden in einer Mehrseillängen-Tour zu klettern, dann verstärkt sich der Effekt noch einmal viel mehr als in einer Halle. Gerade wenn du das mit einem Urlaub verbindest, kann sich auch aus einer oder zwei Wochen ein unvergessliches Microadventure ergeben.

 

Stefanie Fischer Fernández
Climbingflex, mit Yoga beweglicher klettern. ( www.climbingflex.de )
saddi

Founder

Onlinemagazine about Microadventures

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