Reflection of 2017: Let go and flow!

Das vergangene Jahr war ziemlich turbulent und chaotisch.

Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt noch was auf catchAwish schreiben soll. Von vielen meiner Microadventure hatte ich aufgehört zu berichten. Viel zu chaotisch war alles drum herum und ich verlor den Fokus. Dabei habe ich tatsächlich auch viel Schönes erlebt. Ich habe einen tollen Job, der mir Spaß macht und super Kollegen, die mich täglich inspirieren. Zudem ließ ich mich von ganz tollen Mentoren wie Tony Robbins, Marissa Peer und T. Harv Eker coachen. Habe mich viel mit dem Thema Spiritualität, Selbstliebe und Achtsamkeit auseinandergesetzt und bin daran gewachsen.

Auch das Reisen kam nicht zu kurz: Ich war in England, Marokko, Ibiza, Holland, Griechenland, Tansania und Kuba. Schöne Länder, schöne Erfahrungen aber manchmal fühlte es sich fast wie eine Flucht an.

Eigentlich war ich ziemlich erschöpft.

Ich weiß nicht, ob es am Reisen lag oder an dem lückenlos andauernden Gefühl „ich muss hier raus!“. Ich musste tatsächlich raus, viel zu schräg waren die Dinge, die in meinem privaten Umfeld passierten.

Um genau zu sein, habe ich mich von gut einer Handvoll Menschen, die mir einfach nicht mehr guttaten, getrennt. Bei einigen war es schwierig, bei anderen einfacher aber am Ende ging es um „loslassen“ und loslassen tut im ersten Moment einfach immer weh.

Tatsächlich hatte jede(r) etwas an mir auszusetzen, sei es an meiner Einstellung zum Leben, meiner Einstellung zu Freundschaften, meinem Streben nach Fortschritt, ja sogar mein Klamottenstil wurden bemängelt. Richtig, letzteres war dann wohl das „einfachere“ Loslassen 😉 Trotzdem gab mir alles ein komisches Gefühl. Warum bekam ich bei allem was ich machte eigentlich so viel Gegenwind? Wieso wurde ich bei allem eigentlich so bewertet?

Ich fühlte mich als hätte ich mir Tickets für einen kitschigen Romanze-Film kaufen wollen aber landete in einem Splatter-Film. Ich war falsch, fehl an Platz und hab mit offenem Mund und aufgerissenen Augen zugeschaut wie ein Desaster dem anderen folgte.

Dummerweise fängt man irgendwann selber an den Bullshit von anderen zu glauben und sackt in sich zusammen. Einmal gefangen in der Negativspirale geht es erfolgreich immer in die falsche Richtung.

Ich fing an mich selber zu bewerten und verlor einfach die Connection zu mir.

Und all die Schlauen Dinge über Achtsamkeit und Spiritualität waren nicht mehr wirklich greifbar. Im Nachhinein habe ich sogar das Gefühl, als hatte ich über die ganze negative Energie um mich herum selber vergessen, wer ich eigentlich war und für was ich stand. Daher war ich so leicht verwundbar und jeder konnte mal kurz sein Ego an mir ablassen.

Im Dezember hatte ich dann die Reißleine gezogen. Ich merkte, dass ich was ändern musste.
Ich hatte mir von jedem und allem Ruhe und Distanz gewünscht. Ich wollte mich einfach um mich kümmern und meine Zeit ausschließlich mit positiven Menschen verbringen.
Yoaaaa – hatte super geklappt – NICHT!!

Kurz vor Weihnachten bekam ich dann die letzte Quittung und lies eine Sache los, die mich schon über Monate zermürbte und mir immerzu das Gefühl gab, wertlos zu sein. Es war zu viel negativer Ballast, der mir die Luft zum Atmen nahm. Anschließend verbrachte ich Weihnachten und Silvester krank im Bett.

An dieser Stelle möchte ich gerne eine Lanze für meine Familie brechen, die sich so liebevoll um mich gekümmert hat. Ich bin so unglaublich dankbar für meine Mama, meine Geschwister samt Ehemänner und unserem Familiennachwuchs. Alle haben sich ganz rührend um mich gekümmert und es hat mir sehr geholfen wieder meine Mitte zu finden und schneller zu heilen.

Dennoch mag ich mich nicht in einer Opferrolle sehen. Alles ist im Fluss, hat seinen Sinn und Grund. Selbst Wasser fängt an moderig zu riechen, wenn es stockt und nicht mehr fließen kann, daher ist Stillstand keine Option.

 

Meine Learnings 2017:

 

#1Grow: Echtheit und keine schillernde Fassade!

Über sich hinaus wachsen tut manchmal weh. Manchmal fühlt sich inneres Wachstum wie ein Wirbelsturm an, ohne Anfang ohne Ende, sondern einfach Mittendrin.
Ich habe gelernt, dass ich mit gesellschaftlichen Zwängen nichts anfangen kann und den Menschen, die denen unterliegen noch viel weniger.
Ehrlich gestanden, ist dieser Artikel eines meiner größten Errungenschaften aus 2017. Ich habe mich bislang einfach nicht getraut einen persönlichen Text zu schreiben. Viel zu groß war die Angst was andere über mich denken könnten, weil mich selber der Irrglaube verfolgt, alles müsse nach außen hin perfekt sein.

Angst vorm Versagen ist ausschließlich negativ und kontraproduktiv und hindert uns an Reflexion und Wachstum.

Ich beschäftige mich seit ca. 4 Jahren bewusst mit Persönlichkeitsentwicklung, lerne viel aber stoße immer wieder an die gleichen Grenzen, weil ich trotz des ganzen Theoriegeplänkels Angst vor echter Veränderung habe. Dabei habe ich in den letzten 2 Jahren ziemlich viel verändert aber offensichtlich sollte es noch nicht DAS gewesen sein.

 

#2Love: Vergebung und Mitgefühl!

Insbesondere wenn zwischenmenschliche Beziehungen brechen, fällt es einem manchmal sehr schwer, Liebe zu empfinden. Liebe für den anderen aber auch für sich selber.
Viel zu schmerzhaft sind manche Erfahrungen und manchmal kann und möchte man nicht vergeben aber im Grunde genommen glaube ich an das Gute im Menschen. Am Ende kämpft jeder mit seinen eigenen Herausforderungen und manchmal passieren eben die berühmten Kollateralschäden und man selber gerät zufällig unter die Räder.

Somit müssen aber die Grenzen anderer Menschen nicht unsere sein.

Und damit kommen wir zum eigentlichen Thema: Loslassen! Loslassen bedeutet mit Mitgefühl und Liebe zu vergeben. Nicht mehr kontrollieren oder verändern wollen, einfach akzeptieren und gehen lassen. Wenn das Leben eine Reise mit dem Bus ist dann müssen wir zwischendurch mal anhalten und einige Menschen aussteigen lassen, damit wieder neue Menschen Platz finden können. Hierzu gibt es übrigens eine sehr schöne Meditation von Vishen Lakhiani.

 

#3Inspire: Die Wohlfühlreise beginnt!

Am Meisten hat mich ein junges Start-up aus Düsseldorf inspiriert.

Hierzu muss ich etwas ausholen: Sobald ich emotionalen Stress habe, macht sich das sofort in meinem Essverhalten bemerkbar. Ich habe zwar schon immer gerne und viel gegessen aber bei emotionalem Stress fange ich an, unkontrolliert zu essen und nehme ratzfatz zu.  Als ehemalige Leistungssportlerin ist das schwierig zu akzeptieren. Im Sommer 2017 war ich auf einer Workation und wollte irgendwie nicht auf Fotos erscheinen. Es war total bescheuert, weil ich mich dem gar nicht entziehen konnte. Wir waren nämlich mit einer großen Gruppe dort. Mein eigentliches Problem dabei war, dass ich mich als zu dick empfand und mich nicht sehen wollte. Ich erinnere mich, wie ich meine Fotostörung selber so dämlich fand und vor mir selber erschrak. In Wahrheit bin ich nämlich gar nicht dick aber ich fühlte mich dennoch unwohl in meinem Körper. Ich hab’ tatsächlich schon einige Diäten ausprobiert aber kein Ergebnis war von Dauer.

Zurück zu dem Startup: Mareike, die Gründerin ist Ärztin und hat einen klasse Leitfaden mit mentalen Trainings zum Thema intuitives Essen entwickelt. Es geht nicht um den Diätenwahn sondern um Achtsam- und Aufmerksamkeit beim Essen. Tja und da Achtsamkeit eines meiner Lieblingshobbies ist, passte das wie Faust aufs Auge 🙂 Für mich ist das Konzept so hilfreich und wertschöpfend gewesen, dass ich mit dem Startup in Kooperation getreten bin und in deren Namen Wohlfühl- und Teilnehmertreffen organisiere.

Letztlich geht es auch hierbei einfach um Selbstliebe und Selbstakzeptanz.

 

Final Reflection 2017:

Am Ende des Tages fragt man sich meistens „warum“ passierte das eigentlich alles, aber die viel Wichtigere Frage ist, was sollten die Erfahrungen mich lehren? Ich glaube daran, dass alles miteinander verbunden ist, alles seinen Sinn und guten Grund hat, grenzenloses Glück und Zufriedenheit auf jeden von uns wartet und unsere Erfahrungen uns nur dahin führen sollen, wo wir eigentlich hingehören.

Entsprechend ist alles gut und richtig so wie es ist, auch wenn es im ersten Moment schmerzhaft und unnötig erscheint.

Daher freue ich mich wirklich auf das neue Jahr 2018 und hoffe auf ganz viele positive Vibes mit viel

#Grow, #Love und #Inspire!

saddi

Founder

Onlinemagazine about Microadventures

5 Comments
  1. Wunderbar geschrieben, geht direkt in Herz und Hirn und macht Mut für 2018 ! Ich bin gespannt und wünsche Dir viel Kraft und Spaß an den Dingen die da noch so kommen. Die Wohlfühlreise beginnt ! 🙂

  2. Liebe Saddia, vielen Dank für diesen schönen persönlichen und wirklich ehrlichen Artikel, der einen mit dir fühlen lässt. Der kommt von Herzen, das merkt man! Manchmal spielt einem das Leben ein Streich und fordert einen heraus. Ich glaube auch, dass alles im Leben seinen Sinn hat, aber das weiß man ja in diesen Moment nie. Toll auf jeden Fall, dass du deine Situation erkannt und reflektiert hast und daran gewachsen bist. Ich drück dir die Daumen für 2018! Liebe Grüße

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